Curriculum

Curriculum ITP Institut für Transgenerative Prozesse

Als Mitglied des DGSF orientiert sich das Curriculum der Weiterbildung an den Zertifizierungsrichtlinien der Deutschen Gesellschaft für systemische Familientherapie. (Richtlinien gemäß Mitgliederversammlung DGSF 21.9.2016).

Die Weiterbildungsgänge

 

A) Systemische Beratung und B) Systemische Therapie sind den Anforderungen und Qualitätsstandards des DGSF angeglichen. Der Antrag als DGSF-anerkanntes Weiterbildungsinstitut liegt derzeit der Zertifizierungsstelle des DGSF vor.

 

A) Der Weiterbildungsgang Systemische Beratung Systemisches Basiswissen umfasst 2 Jahre (570 UE) und kann mit der

 

B) Aufbauweiterbildung Systemische Therapie ergänzt werden. Diese Vertiefte Weiterbildung umfasst 1 Jahr (380 UE).

 

Ein Quereinstieg ist möglich.

 

Nach einem Aufnahmegespräch, bei dem u.a. Zugangsqualifikation, berufliche Motivation, Möglichkeiten der praktischen Umsetzung im beruflichen Kontext ausführlich besprochen werden, kann sich der/die WeiterbildungsteilnehmerIn entweder für a) Systemische Beratung Basiswissen und/oder b) Systemische Therapie als vertiefte Weiterbildung mit Schwerpunkt Therapie entscheiden. Für eine verbindliche Teilnahme gehen beide Seiten einen schriftlichen Vertrag über die jeweilige Weiterbildungsdauer ein. Ein Quereinstieg ist möglich. Eine Zertifizierung durch die DGSF bedarf dem Nachweis der gesamten UE bei einem von der DGSF anerkannten Weiterbildungsinstitutes.

 

Eingangsvoraussetzungen nach DGSF Vorgaben (siehe auch DGSF Eingangsvoraussetzungen zertifizierte Weiterbildungen)

 

- für A) Systemische Beratung sind:

 

1. A) Hochschulabschluss* und psychosoziale Praxiserfahrung

           *Bachelor-,Master-und Staatsexamensabschlüsse aller Universitäten,

                Fachhochschulen und dualen Hochschulen

 

oder

 

B) ein qualifizierter Berufsabschluss im psychosozialen Bereich (mind. 3-jährige Berufsausbildung) im psychosozialen oder beraterischen Feld)

 

oder

ein qualifizierter Berufsabschluss (mind. 3-jährige Berufsausbildung) und mind. 3-jährige Berufstätigkeit im psychosozialen oder beraterischen Feld.

 

oder

 

Ein qualifizierter Berufsabschluss (mind. 2-jährige Berufsausbildung) und mind. 3-jährige Berufstätigkeit im psychosozialen oder beraterischen Feld und Abschluss einer anderen Weiterbildung im Spannungsfeld von Person, Rolle und Institution, Umfang mind. 100 UE

 

2. Möglichkeit zur Umsetzung Systemischer Beratung während der

Weiterbildung.

 

Eingangsvoraussetzungen nach DGSF Vorgaben (siehe auch DGSF Eingangsvoraussetzungen zertifizierte Weiterbildungen)

 

- für B) Aufbauweiterbildung Systemische Therapie sind:

 

1. A) Hochschulabschluss* mit sozial-/humanwissenschaftlicher

Ausrichtung -und psychosoziale Praxiserfahrung

-und Abschluss einer DGSF-anerkannten Weiterbildung „Systemische Beratung“

         

*Bachelor-,Master-und Staatsexamensabschlüsse aller Universitäten,

               Fachhochschulen und dualen Hochschulen

 

Oder

 

B) ein qualifizierter Berufsabschluss im psychosozialen Bereich (mind. 3-jährige Berufsausbildung)

 

-und mind. 3-jährige Berufstätigkeit

im psychosozialen Bereich

 

-und zusätzlich eine abgeschlossene

beraterische oder therapeutische

Aus/Weiterbildung im Umfang

von mind. 200 UE

 

-und Abschluss einer DGSF-anerkannten

Weiterbildung „Systemische Beratung“

 

Oder

 

Ein qualifizierter Berufsabschluss im psychosozialen Bereich (mind. 3-jährige Berufsausbildung)

 

-und mind. 3-jährige beraterische und/oder therapeutische Berufstätigkeit im klinischen Kontext oder BereichTherapie/Familientherapie

 

-und Abschluss einer DGSF-anerkannten Weiterbildung

„Systemische Beratung“

 

2. Möglichkeit zur Umsetzung Systemischer Therapie/Familientherapie und/oder Systemischer Beratung während der Weiterbildung.

 

Inhalte der Weiterbildung

 

1. Systemische Beratung: Die zweijährige Weiterbildung umfasst :

 

a) Systemische Theorie und Methodik (220 Stunden) in 5 Modulen zu je 4 Weiterbildungstagen + einem Modul 2 Weiterbildungstage Evaluation.

 

Hier werden Grundlagen familientherapeutischer, systemischer Schulen, systemische Diagnostik unter Einbeziehung transgenerationaler Prozesse vermittelt. Wissenschaftstheoretische und epistemologische Positionen, differenzielle Indikationsstellung, Einsatzbereiche, Settings der systemischen Beratung praxisnah unterrichtet und eine individuelle Bezugsmöglichkeit zur individuellen praktischen Arbeit hergestellt. Hierbei stehen sowohl systemische Gesprächsführung, Fragetechniken, insbesondere emotive Gesprächsstile, als auch systemisch-integrative Interventionsmöglichkeiten und Moderationstechniken im Vordergrund.

 

Eine besondere Möglichkeit stellt auch der kreative Umgang der therapeutischen Arbeit mit eigens aus der Praxis entwickelten therapeutischen Spielen dar. Neben aktuellen Entwicklungen finden auch Einblicke in die historischen Grundlagen der systemischen Beratung und die unterschiedlichen systemischen Schwerpunkte, wie Organisationsberatung, klassische Paar-und Familienberatung und die unterschiedlichen Aufstellungsmethoden statt.

Des Weiteren gehört zum Basiswissen, die Vermittlung von Fertigkeiten und Fähigkeiten zum Aufbau und zur Durchführung unterschiedlicher, systemischer Settings. Auf dem Hintergrund Systemischer Beratung als Dienstleistung für unterschiedliche Klientensysteme, werden Kontextanalyse, Auftragsklärung, Motivation-, Lösungs-und Ressourcenorientierung in Theorie und Praxis gelehrt.

 

( u.a. Familien-und Paarberatung, Gruppensitzungen, MTF , Teamberatung) Insbesondere werden hierbei auch systemische Grundhaltungen und die Entwicklung einer beruflichen Identität des Einzelnen vertieft.
Ein weiterer Schwerpunkt der Weiterbildung stellt die Vermittlung neuester Erkenntnisse und Theorien zu speziellen Familienzusammensetzungen (z.B. Patchwork- oder Adoptiv- und Pflegefamilien, oder mehrfach belastete Familien (durch Flucht, Trauma, Krankheit, Migration, etc.) dar. Hier wird der systemische Blick mit den neusten Erkenntnissen über transgenerationale Weitergabe z.B. von Trauma ergänzt und die Möglichkeiten präventiver Maßnahmen und Interventionen gelehrt. Einfluss und Folgen von traumatischen Erfahrungen auf das Familiensystem und erweiternde Generationsübergreifende Prozesse werden vermittelt und eindrucksvoll erfahrbar gemacht. Ein weiteres wichtiges Thema ist die Qualitätssicherung, Zusammenarbeit mit anderen Facheinrichtungen, wie z.B. Vernetzung, Kooperation etc.

 

b) Systemische Supervision 100 UE in einer angeleiteten, fortlaufenden Gruppen-und/oder Einzelsupervision der systemischen Beratungspraxis.

 

c) 80 Stunden Selbsterfahrung/Selbstreflexion im Bereich systemischer Beratung auf dem Hintergrund der beruflichen Situation unter Einbeziehung der Herkunftsfamilie und der aktuellen Lebenssituation.

 

d) 150 UE Systemische Praxis. Davon 80 UE selbstständig in der Intervision-Peergruppe.

 

e) 70 Beratungsstunden unter begleitender Supervision. (Protokolliert)

 

f) Die Weiterbildung wird durch eine Evaluation* (1 Video oder Livedemonstration = Abschlusskolloquium/und 1 schriftliche Abschlussarbeit) und drei ausführliche schriftliche Dokumentationen von Beratungsprozessen abgeschlossen.

 
*Für jegliche Dokumentation oder Fallprotokollierung müssen die  

  geltenden Datenschutzbestimmungen eingehalten werden.

 

Die geforderten Nachweise sind bis max. zwei Jahre nach Beendigung der Weiterbildung einzureichen.

 

Aufbauweiterbildung Systemische Therapie 1 Jahr 

 

a) Theorie und Methodik (100 UE) 2 Module zu je 4 Weiterbildungstagen + 1 Modul zu je 2 Weiterbildungstagen Evaluation. Der Schwerpunkt der vertieften Weiterbildung liegt auf systemischen und Familientherapeutische Methoden, Erklärungsmodelle und Therapieansätze auf dem Hintergrund unterschiedlicher Systemischer Schulen. Systemische Diagnostik unter Einbeziehung der Mehrgenerationenperspektive und transgenerationaler Prozesse für die Behandlung von Trauma, Angst-und Zwangserkrankungen, Depressionen/Burn-Out, Essstörungen, Suchterkrankungen und Psychosomatik . Traumatischer Stress in der Familie und seine Folgen für Bindungsstörungen und die Schwächung von Beziehungsfähigkeit . Erkenntnisse der Psychotherapieforschung unter besonderer Berücksichtigung der Mehr- Generationen-Perspektive und deren spezifischer Auswirkung auf die Dynamik von System und Psyche werden ebenso gelehrt, wie neuste Erkenntnisse der Säuglings-und Kleinkindforschung und der Neurobiologie. Im Mittelpunkt dieser Weiterbildung steht das Erlernen von Fertigkeiten, die dem Aufbau von unterschiedlichen Settings und der Durchführung von therapeutischen Aufstellungs- Arbeiten dienen.

Hierzu gehören auch systemische, therapeutische Interventionen und Techniken, Gesprächstechniken Ressourcenstärkende Interventionen.

Diagnostik-Differentialdiagnostik, Indikationsstellung aber auch Entwicklungs-und geschlechtsspezifische Aspekte in der systemischen Therapie werden hier berücksichtigt.

 

 

 

b) Systemische Supervision 50 UE in einer angeleiteten, fortlaufenden Gruppen-und/oder Einzelsupervision der systemischen/Familientherapeutischen/ Beratungs-Praxis.

 

Hier muss mindestens eine praktische Arbeitssitzung, z.B. Aufstellungsarbeit vorgestellt werden.

 

c) Selbsterfahrung 50 UE in systemischer Familientherapie. Die Selbsterfahrung bezieht sich auf die aktuelle berufliche und private Lebenssituation auf dem Hintergrund der Erfahrungen und Bedeutung der Herkunftsfamilie (+ Mehrgenerationenperspektive).

 

d) Therapeutische Beratungspraxis 130 UE unter begleitender Supervision

 

e) 50 Stunden Intervision-Literaturgruppe.( wird selbstständig durchgeführt)

 

f) Abschluss durch Evaluation*

1 schriftliche Dokumentation (Prozess-Fallbericht mind. 10 Sitzungen) + 1 Video oder Livedemonstration einer Systemischen Therapiesitzung.

 
*Für alle praktischen und schriftlichen Dokumentationen gelten Datenschutzbestimmungen, deren Einhaltung von beiden Seiten schriftlich bestätigt werden muss.

 

Die geforderten Nachweise sind bis max. zwei Jahre nach Beendigung der Weiterbildung einzureichen.

 

Besonderheit des ITP Institut für Transgenerationale Prozesse

 

Sowohl die Weiterbildung Systemische Beratung (Basiswissen), als auch die Aufbauweiterbildung (Vertiefte Weiterbildung) Systemische Therapie sind durch die Psychotherapeutenkammer Niedersachsen akkreditiert und können ggf. als Fortbildungspunkte bei der PTK eingereicht werden.

 

Differenzierte Darstellung der einzelnen Weiterbildungsbereiche:
Theorie und Methodik wird in Weiterbildungsmodulen über 2 Jahren Systemische Beratung und 1 Jahr bei der Aufbauweiterbildung Systemische Therapie angeboten. Ein Modul besteht aus 4 Unterrichtstagen. Ein Weiterbildungstag umfasst höchstens 10 Unterrichtseinheiten (bis zu 8 Zeitstunden). Ein Weiterbildungstag beinhaltet zudem zweimal eine Pause (je 15Minuten) und eine Mittagspause von mindestens 60 Minuten.

 

Eine Unterrichtseinheit UE = mindestens 45 Minuten

Der Weiterbildungsgang Systemische Beratung vermittelt Basiswissen der unterschiedlichen systemischen Schulen, während die Aufbauweiterbildung Systemische Therapie, eine vertiefende Weiterbildung mit Schwerpunkt der systemischen Arbeit im therapeutischen Bereich darstellt. Die einzelnen Weiterbildungseinheiten sind den Anforderungen der Systemischen Weiterbildungsinhalte des DGSF angeglichen und werden durch unsere eigenen Erfahrungen aus 25 Jahren Praxis ergänzt. Unser spezielles Wissen zur Bedeutung der Weitergabe transgenerationaler Themen findet Ausdruck in unserer Arbeit, wie auch die Möglichkeit, die spezielle Methode Generation-Code® in einem gesonderten Weiterbildungsgang zu erlernen. Siehe auch Aufbaumodule Generation-Code.


Theorie und Methodik werden zu mindesten 60% von der Institutsleitung, Ingrid Alexander gelehrt. Zweite Leitung und Lehrende ist Sabine Lück.

Die therapeutische Praxis, sowie Supervision (Einzel und Gruppen) werden zudem auch von anderen Lehrenden unseres Institutes durchgeführt.


Die Teilnehmer erhalten von den SupervisorInnen und GruppenleiterInnen eine schriftliche Bestätigung ihrer Teilnahme.


Unsere Lehrenden erfüllen nach den Richtlinien des DGSF die Voraussetzungen für diese Tätigkeit und sind größtenteils zertifizierte TherapeutInnen und/oder SupervisorInnen (DGSF) oder einer anderen anerkannten systemischen Gesellschaft.

Für den Nachweis der Intervision müssen sich die Teilnehmer selbstorganisiert in Peergroups treffen und diese Stunden schriftlich dokumentieren.

Für den Nachweis ihrer Praktischen Stunden, müssen die Teilnehmer schriftliche Aufzeichnungen oder Videodokumentationen vorlegen. (Siehe auch Weiterbildungsübersicht).

 

Die Nachweise für einen erfolgreichen Abschluss können bis zu 2 Jahren nach Beendigung der Weiterbildung erbracht werden.

 

Alle aktuellen Termine und die Möglichkeit zur Anmeldung zu einem aktuellen Weiterbildungsgang finden Sie auf unserer Homepage: www.itp-wendeburg.de